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Drei große Bauprojekte auf dem Klostergrund

Am Standort der Franziskanerinnen Salzkotten auf dem Klostergrund wird derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut. Mit dem Ausbau des Altenheims St. Clara, neuen Carports, dem Neubau eines Apartmenthauses für Frauen mit Unterstützungsbedarf sowie einer neuen Zentralküche entwickelt sich der Klostergrund am Mutterhaus der Franziskanerinnen aktuell rasant weiter. Alle Bauvorhaben haben sichtbar Fahrt aufgenommen. Das Gesamtkonzept dazu wurde 2023/2024 entwickelt und umfasst mehrere Bauabschnitte mit Planungen bis zum Jahr 2029.

Ausbau des Altenheims St. Clara schreitet voran

Am weitesten fortgeschritten ist aktuell der Umbau des Altenheims St. Clara. Moderne Dachgauben und ein Balkon sind errichtet, neue Fenster eingebaut. Die Arbeiten finden im historischen Gebäudeteil des Mutterhauses statt, dessen älteste Abschnitte zwischen 1870 und 1872 erbaut wurden. Gerade diese besondere Bausubstanz sorgt immer wieder für unerwartete Herausforderungen auf der Baustelle.

Nach Abschluss der Arbeiten wird das Altenheim künftig 79 statt bislang 67 Pflegeplätze bieten. Neben modernen Bewohnerzimmern entstehen auch neue Gemeinschaftsbereiche im Dachgeschoss.

Bereits zu Beginn des Projekts hatten die Franziskanerinnen die Bedeutung des Umbaus hervorgehoben: „Mit der Erweiterung schaffen wir moderne und zukunftsfähige Pflegeplätze und erhalten gleichzeitig den Charakter unseres traditionsreichen Hauses.“ Die neue Dachetage werde eine besondere Qualität für die Bewohnerinnen und Bewohner bieten.

Apartmenthaus für Frauen nimmt Form an

Auch das neue Apartmenthaus für Frauen mit Unterstützungsbedarf wächst sichtbar. Das Wohnprojekt entsteht in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Paderborn und richtet sich insbesondere an Frauen sowie alleinerziehende Mütter mit Kindern, die vorübergehend Unterstützung benötigen.

Geplant sind eigenständige Apartments mit gemeinschaftlichen Bereichen und sozialpädagogischer Begleitung. Ziel ist es, den Bewohnerinnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Architektur sei darauf ausgerichtet, den später dort lebenden Frauen und Kindern ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit zu vermitteln, erläutert Susann Wellie von Wellie Architekten Partner aus Arnsberg, die mit der Planung und Ausführung beauftragt sind. Es werde sowohl einladende Gemeinschaftsräume als auch Rückzugsmöglichkeiten geben. Im Außenbereich werden Bäume und Hecken für Sichtschutz sorgen. Nach der Fertigstellung wird der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) das Gebäude als Mieter übernehmen und Träger der dortigen Angebote werden.

Neue Zentralküche soll Versorgung langfristig sichern

In einem schwarzen und sandfarben Flachbau wird die neue Zentralküche der Franziskanerinnen mit einer Kapazität für 500 Essen eingerichtet. Visualisierung: © Wellie Architekten Partner / Arnsberg
In einem schwarzen und sandfarben Flachbau wird die neue Zentralküche der Franziskanerinnen mit einer Kapazität für 500 Essen eingerichtet. Visualisierung: © Wellie Architekten Partner / Arnsberg

Ebenfalls bereits gut erkennbar ist der Standort der neuen Zentralküche. Die Baugrube ist  ausgehoben und bietet einen Eindruck von der Größe des künftigen Gebäudes. Zuvor waren dafür alte Garagen und Nebengebäude abgerissen worden.

Mit der neuen Küche reagieren die Franziskanerinnen auf gestiegene technische und hygienische Anforderungen. „Wir standen vor der Frage, auf eine Küche zu verzichten oder eine neue zu bauen“, erläutert die Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit. „Aber wir konnten uns nicht vorstellen, die anderen Entwicklungen hier ohne Küche fortzusetzen“, ergänzt sie.

In dem künftigen schwarzen und sandfarbenen Flachbau können dann 500 statt der aktuell hergestellten rund 200 Essen zubereitet werden. Ab September werden außerdem 100 weitere Essen an eine Schule geliefert. Geplant ist über diese und die derzeit versorgten Einrichtungen, wie das Mutterhaus, das Altenheim St. Clara, das Marienheim, das Kinderhaus „Kleine Freunde“ und den Offenen Mittagstisch noch weitere Einrichtungen in der Umgebung zu versorgen. Geschäftsführer Andreas Cramer ist zuversichtlich, dass es genügend Nachfrage geben wird. Ein später am Mutterhaus geplantes Bistro werde ebenfalls aus der neuen Zentralküche bedient.

Finanzielle Förderung und Unterstützung

„Alle diese Projekte sind eine große Herausforderung, auch finanziell“, erläutert Schwester M. Angela. Möglich wurden sie unter anderem durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen über die NRW-Bank sowie durch die Sozialstiftung NRW beim Bau des Apartmenthauses für Frauen mit Unterstützungsbedarf. Der Neubau der Zentralküche kann dank der Hilfe durch die Internationale Kongregation der Franziskanerinnen FCJM realisiert werden.

Baustellenbegehung in der neuen Dachetage des Altenheims St. Clara (v.l.): Architekt Erich Wellie, Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit, Geschäftsführer Andreas Cramer und Architektin Susann Wellie. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse
Baustellenbegehung in der neuen Dachetage des Altenheims St. Clara (v.l.): Architekt Erich Wellie, Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit, Geschäftsführer Andreas Cramer und Architektin Susann Wellie. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse