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Sponsorentag im Mutterhaus

Auf dem Klostergrund in Salzkotten wird gebaut, in Malawi sind neue Projekte hinzugekommen und in Rumänien setzen die Franziskanerinnen ihre Arbeit erfolgreich fort. Beim Sponsorentag im Mutterhaus in Salzkotten informierten die Schwestern am Samstag (26.09.2026) ihre Freunde, Förderer und Sponsoren über die aktuellen Entwicklungen.

Vor zwei Jahren hatte die Ordensgemeinschaft zuletzt zu einem solchen Tag eingeladen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Mutterhauskirche stellte Andreas Gehlhaus zunächst den neu gegründeten Freundeskreis der Franziskanerinnen Salzkotten vor und warb um weitere Mitglieder.

Anschließend gab Verwaltungsdirektor Andreas Cramer einen Überblick über die Bauprojekte auf dem Klostergrund. Erläutert wurden die Baufortschritte beim Apartmenthaus für Frauen, in der Erweiterung des Altenheims St. Clara sowie beim Bau der neuen Zentralküche. „Es ist unser Ziel, den Klostergrund auf die Zukunft hin zu entwickeln“, sagte Andreas Cramer.

Für die Bauvorhaben hatte es 2023 einen Architektenwettbewerb gegeben. Den Zuschlag für die Umsetzung der Baumaßnahmen erhielten die Wellie Architekten Partner aus Arnsberg. Die zahlreichen Baustellen seien für die Ordensgemeinschaft nicht immer leicht gewesen, berichtete Provinzoberin Schwester M. Angela Benoit. Es habe aber immer wieder Zeichen gegeben, weiterzumachen.

Neuer Standort in Dowa

Auf großes Interesse stießen beim Sponsorentag der Franziskanerinnen Salzkotten die Informationen zu den Projekten in Malawi, die Schwester M. Alexa Furmaniak und Schwester M. Angela Benoit (v.l.) präsentierten. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse
Auf großes Interesse stießen beim Sponsorentag der Franziskanerinnen Salzkotten die Informationen zu den Projekten in Malawi, die Schwester M. Alexa Furmaniak und Schwester M. Angela Benoit (v.l.) präsentierten. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse

Besonders großes Interesse zeigten die Gäste an den Entwicklungen in Malawi. Dort haben die Franziskanerinnen neben Madisi inzwischen mit Dowa einen zweiten Standort. In Dowa wird eine Ordensausbildung für afrikanische Frauen aufgebaut. Das Ausbildungszentrum war im Januar 2025 unter anderem durch den Paderborner Weihbischof Matthias König eingeweiht worden.

Inzwischen gibt es dort auch einen Kindergarten für 30 Kinder aus ärmeren Familien. Die Einrichtung wurde kürzlich eingeweiht.

Auch in Madisi hat sich viel getan. Dort baut Larissa Neumann aus Kirchborchen seit Juli 2025 eine Physiotherapie auf. Die gelernte und studierte Physiotherapeutin war zuvor als Freiwillige für die Franziskanerinnen Salzkotten ebenfalls in Malawi. Im Juli dieses Jahres wurden die Physiotherapiestation in Madisi und ein neu aufgebautes Fitnesscenter durch den örtlichen Weihbischof offiziell eingeweiht.

Von ihrem letzten Besuch in Malawi berichtete Schwester M. Angela: „Es ist unglaublich zu sehen, wie auf einmal ein Kind in Bewegung kommt und dank der Physiotherapie laufen lernt.“ Unter den Patienten seien viele Kleinkinder, die aufgrund von Problemen unter der Geburt mit Einschränkungen leben.

Arbeit in Rumänien

Schwester M. Hiltrud Wacker informierte beim Sponsorentag über die Mission der Schwestern in Rumänien. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse
Schwester M. Hiltrud Wacker informierte beim Sponsorentag über die Mission der Schwestern in Rumänien. Foto: Michael Bodin / fcjm-presse

Über die Arbeit in Rumänien informierte Schwester M. Hiltrud Wacker. Sie hatte früher selbst in der Kommunität in Rumänien gelebt. Zur Kommunität in Caransebes im Banat gehören derzeit sieben rumänische Schwestern. Eine von ihnen, Schwester Mariana, ist aktuell im Generalat in Rom.

Schwerpunkte der Arbeit sind eine Sozialstation, die weit mehr Patienten versorgt, als vom rumänischen Staat finanziert werden, sowie ein Kindergarten für Kinder aus sozial schwachen Familien. Trotz positiver Entwicklungen in den Städten gebe es auf dem Land weiterhin große Armut, berichtete Schwester M. Hiltrud.

In Caransebes engagieren sich die Schwestern außerdem in der Pfarrgemeinde. Sie organisieren Frauen- und Seniorengruppen und kümmern sich unter anderem um die Kommunionvorbereitung. Die Region ist vorwiegend von der Orthodoxen Kirche geprägt. Katholische Christinnen und Christen sind dort in der Minderheit. Es gebe aber vielfältige und gute Kontakte zur Orthodoxen Kirche vor Ort. 

Auch über die Arbeit des Geistlichen Zentrums Franziskus konnten sich die Gäste informieren. Führungen durch das Mutterhaus, Speisen und Getränke sowie zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung gehörten ebenfalls zum Programm des Sponsorentages.