Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

Ein sicherer Ort für einen selbstbestimmten Neuanfang

Neues Frauenhaus in Salzkotten setzt auf modernen Gewaltschutz: In Salzkotten entsteht ein neues Frauenhaus mit insgesamt zwölf Apartments für Frauen mit und ohne Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Mit dem neuen Schutzangebot erweitert der SkF Paderborn die Unterstützung für Frauen, die sich aus einer von Gewalt geprägten Lebenssituation lösen möchten.

Die Kongregation der Franziskanerinnen in Salzkotten hat das Grundstück zur Verfügung gestellt und finanziert den Bau des Apartmenthauses. Der Neubau ist wohnungsbaugefördert und zudem teilfinanziert durch die NRW-Sozialstiftung.

Das neue Frauenhaus wird an einer bekannten Adresse liegen. Damit folgt der SkF Paderborn als Betreiber einer Entwicklung, die in der modernen Frauenhausarbeit zunehmend an Bedeutung gewinnt: Schutz muss nicht zwangsläufig hinter einer geheimen Adresse stattfinden. Entscheidend ist vielmehr ein professionelles Schutzkonzept, das die Sicherheit der Bewohnerinnen und ihrer Kinder gewährleistet.

Schutz und Sicherheit stehen an erster Stelle

Die Leiterin des Frauenhauses Salzkotten, Cornelia Schmiegel erläutert: „Die Tatsache, dass die Adresse bekannt ist, bedeutet nicht, dass der Schutz der Bewohnerinnen weniger umfassend ist. Das neue Frauenhaus verfügt über ein gut abgestimmtes Sicherheitskonzept und geeignete Sicherheitssysteme, die den besonderen Anforderungen eines Schutzhauses entsprechen.“

Aus Sicherheitsgründen werden Einzelheiten des Konzepts nicht öffentlich gemacht. Für die Bewohnerinnen und ihre Kinder gilt: Ihre Sicherheit und ihr Schutz haben oberste Priorität.

Die bekannte Adresse ist daher kein Zeichen dafür, dass der Schutzgedanke aufgegeben wird. Sie steht vielmehr für eine moderne Form des Gewaltschutzes, bei der professionelle Sicherheitsmaßnahmen mit einem offenen und selbstverständlichen Umgang mit dem Thema verbunden werden.

Ein Haus für Frauen und Kinder in schwierigen Lebenssituationen

„Wer in einem Frauenhaus Zuflucht sucht, hat häufig eine belastende Zeit hinter sich“, so Cornelia Schmiegel. Das neue Haus soll Frauen und ihren Kindern einen geschützten Raum bieten, in dem sie zur Ruhe kommen, Unterstützung erhalten und neue Perspektiven entwickeln können.

Die zwölf Apartments ermöglichen dabei eine möglichst eigenständige Lebensführung. Gleichzeitig stehen den Bewohnerinnen fachliche Unterstützung und Beratung zur Seite.

Die Landtagsabgeordnete Norika Creuzmann begrüßt die Aufstockung auf 12 Frauenhausplätze und die Errichtung von drei Second-Stage-Wohnungen in der weiteren Bauphase. Sie setzt sich im Kreis Paderborn für die Umsetzung der Istanbul-Konventionen ein.

Gewalt ist nie privat

Die SkF-Geschäftsführerin Alexandra Diedrich-Treuguth betont, dass der SkF mit dem neuen Frauenhaus ein gesellschaftliches Zeichen setzen möchte: „Gewalt ist nie privat“ erklärt sie und häusliche Gewalt finde zwar häufig im vermeintlich privaten Raum statt, ihre Folgen würden jedoch die gesamte Gesellschaft betreffen. Umso wichtiger seien verlässliche Hilfsangebote, die Frauen und Kindern einen Weg aus der Gewalt eröffnen.

„Gewaltschutz ist Menschenrecht“, hebt Sr. Angela Benoit als Provinzoberin der Ordensgemeinschaft Kongregation der Franziskanerinnen von Salzkotten hervor. „Jede Frau und jedes Kind hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, auf Sicherheit und auf Selbstbestimmung.“ Wir möchten mit dem Neubau einen friedlichen Ort schaffen, wo gewaltbetroffene Frauen und Kinder Ruhe und Zuspruch finden und für ihren weiteren Lebensweg gestärkt werden.

Das neue Frauenhaus versteht sich nicht nur als Unterkunft, sondern gemeinsam mit der SkF-Beratungsstelle Belladonna als Teil eines umfassenden Hilfesystems im Kreis Paderborn. Norika Creuzmann ermutigt betroffene Frauen, die vorhandenen Unterstützungsangebote anzunehmen und gemeinsam mit Fachkräften neue Wege zu entwickeln.

Das gut sichtbare Plakat mit dem Hinweis zum Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ Nr. 116 016 an der B1 in Salzkotten soll Frauen informieren und ermutigen, Verantwortung für sich und ihre Kinder zu übernehmen.

Beitragsbild: Alexandra Diedrich-Treuguth (Geschäftsführung SkF Paderborn e.V.), Cornelia Schmiegel (Leitung Frauenhaus), die Landtagsabgeordnete Norika Creuzmann und Schwester M. Angela Benoit, Provinzoberin der Franziskanerinnen Salzkotten, bei der Besichtigung. Foto: Sozialdienst katholischer Frauen

Weitere Informationen und Erläuterungen unter: https://skf-paderborn.de/ein-sicherer-ort-fuer-einen-selbstbestimmten-neuanfang/

In einem Post würdigte die Post der Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann das Projekt (Bilddatei verlinkt):

Post der Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann
Post der Landtagsabgeordneten Norika Creuzmann