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Kirchliches Bündnis warnt vor Ausbremsen der Energiewende

Ökumenischer Appell fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen: Ein breites Bündnis aus Landeskirchen, kirchlichen Verbänden und Organisationen sowie Persönlichkeiten beider Konfessionen hat im Vorfeld der parlamentarischen Beratungen zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und zum Netzausbaupaket den „Ökumenischen Appell für eine gerechte Klima- und Energiepolitik“ veröffentlicht. Unterstützt wird der Aufruf von namhaften Vertreterinnen und Vertretern beider Kirchen. Darin äußern sie ihre Sorge über politische Vorhaben wie den aktuellen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, die den Ausbau erneuerbarer Energien ausbremsen und Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Energien länger festschreiben könnten.

Auch die Deutsche Ordensobernkonferenz hat sich dem Appell angeschlossen. Vorsitzender Br. Andreas Murk OFM Conv. erinnert daran, dass in diesen Tagen auch der 800. Todestag des Hl. Franziskus gefeiert wird, der eine Leitfigur einer „ganzheitlichen Ökologie“ sei: „Gerade mit Blick auf künftige Generationen und die Menschen im Globalen Süden tragen wir Verantwortung für Gottes Schöpfung und für die Menschen, die in ihr leben. Wie Franziskus – etwa in seinem Sonnengesang – dazu aufruft, als Schwestern und Brüder im gemeinsamen Haus der Schöpfung verantwortlich miteinander umzugehen, müssen auch wir dies heute tun und in konkretes – auch politisches – Handeln übersetzen.“ Das Erneuerbare-Energien-Gesetz habe entsprechende Weichen gestellt; die geplanten Reformen gefährdeten diesen Weg jedoch.

Im Appell fordern die Unterzeichnenden die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag auf, den Ausbau von Wind- und Solarenergie konsequent voranzutreiben, den Ausstieg aus fossilen Energien verbindlich abzusichern und die Energiewende sozial gerecht zu gestalten. Statt neuer fossiler Abhängigkeiten brauche Deutschland verlässliche politische Rahmenbedingungen für Klimaschutz, Investitionen und Versorgungssicherheit. Die Unterstützerinnen und Unterstützer appellieren an die Abgeordneten, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und das Netzausbaupaket so zu gestalten, dass sie den Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem beschleunigen und nicht ausbremsen.

Der Ökumenische Appell<https://www.misereor.de/oekumenischer-appell-fuer-klimapolitik> steht ab sofort zur Mitzeichnung zur Verfügung.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland mit rund 8.800 Ordensfrauen und rund 3.000 Ordensmännern, die in etwa 1140 klösterlichen Niederlassungen leben. Dem ökumenischen Netzwerk „Eine Erde“, das diesen Appell koordiniert hat, ist sie über die katholische „Konferenz Weltkirche“ verbunden.